Das Selbstverständnis des Deutschen Roten Kreuzes


Wohin wir gehen ... Unsere Zukunft

Die Welt ist im Wandel. Wir gestalten sie aktiv mit und ordnen dabei unsere Organisation, unser Denken und Tun den veränderten Bedürfnissen der Menschen unter.

Wir sehen unsere Aufgaben nicht mehr allein darin, Not zu lindern, sondern auch dafür zu sorgen, dass immer weniger Not entsteht. Wir bleiben dabei aber streng unseren Grundsätzen verpflichtet. Die Probleme der Welt werden komplexer, schwieriger, bedrohlicher. Sie sind nur zu lösen in gegenseitigem Verständnis, in Freundschaft und in enger Zusammenarbeit unter den Völkern. Mit jedem einzelnen, der sich um das Wohl eines anderen in Not kümmert, wächst die Chance, dass die Menschheit eine Zukunft hat.

Wir danken allen, die sich im Roten Kreuz engagieren! Wir danken allen, die das Rote Kreuz unterstützen! Unsere Welt braucht Menschen wie Sie!

 

 

 

 

Leitsatz und Leitbild des Deutschen Roten Kreuzes

verabschiedet durch das Präsidium des Deutschen Roten Kreuzes am 14.9.1995 und den Präsidialrat des Deutschen Roten Kreuzes am 29.9.1995
 
 
Der Leitsatz
Wir vom Roten Kreuz sind Teil einer weltweiten Gemeinschaft von Menschen in der internationalen Rotkreuz und Rothalbmondbewegung, die Opfern von Konflikten und Katastrophen sowie anderen hilfsbedürftigen Menschen unterschiedslos Hilfe gewährt, allein nach dem Maß ihrer Not.

Im Zeichen der Menschlichkeit setzen wir uns für das Leben, die Gesundheit, das Wohlergehen, den Schutz, das friedliche Zusammenleben und die Würde aller Menschen ein.

Wir sind Menschen der Tat. Wir wollen nicht zuschauen und debattieren, sondern konkret helfen, überall in der Welt, wo Menschen in Not sind.

Wir sind Menschen wie du und ich. Wir haben die unterschiedlichsten Berufe und Talente. Manche sind finanziell unabhängig, bei anderen reicht es gerade zum Leben. Einige stehen im Rampenlicht, die meisten wirken im Verborgenen.

Menschlichkeit, Unparteilichkeit, Neutralität, Unabhängigkeit, Freiwilligkeit, Einheit und Universalität - das sind die Grundsätze, die weltweit für alle gelten, die sich im Geiste Henry Dunants für Menschen in Not engagieren

 

 

Die Leitlinien 
 

Der hilfebedürftige Mensch

Wir schützen und helfen dort, wo menschliches Leiden zu verhüten und zu lindern ist. 

 

Die unparteiliche Hilfeleistung

Alle Hilfebedürftigen haben den gleichen Anspruch auf Hilfe, ohne Ansehen der Nationalität, der Rasse, der Religion, des Geschlechts, der sozialen Stellung oder der politischen Überzeugung. Wir setzen die verfügbaren Mittel allein nach dem Maß der Not und der Dringlichkeit der Hilfe ein. Unsere freiwillige Hilfeleistung soll die Selbsthilfekräfte der Hilfebedürftigen wiederherstellen. 

 

Neutral im Zeichen der Menschlichkeit

Wir sehen uns ausschließlich als Helfer und Anwälte der Hilfebedürftigen und enthalten uns zu jeder Zeit der Teilnahme an politischen, rassischen oder religiösen Auseinandersetzungen. Wir sind jedoch nicht bereit, Unmenschlichkeit hinzunehmen und erheben deshalb, wo geboten, unsere Stimme gegen ihre Ursachen. 

 

Die Menschen im Roten Kreuz

Wir können unseren Auftrag nur erfüllen, wenn wir Menschen, insbesondere als unentgeltlich tätige Freiwillige, für unsere Aufgaben gewinnen. Von ihnen wird unsere Arbeit getragen, nämlich von engagierten, fachlich und menschlich qualifizierten, ehrenamtlichen, aber auch von gleichermaßen hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, deren Verhältnis untereinander von Gleichwertigkeit und gegenseitigem Vertrauen gekennzeichnet ist. 

 

Unsere Leistungen

Wir bieten alle Leistungen an, die zur Erfüllung unseres Auftrages erforderlich sind. Sie sollen im Umfang und Qualität höchsten Anforderungen genügen. Wir können Aufgaben nur dann übernehmen, wenn fachliches Können und finanzielle Mittel ausreichend vorhanden sind. 

 

Unsere Stärken

Wir sind die Nationale Rotkreuzgesellschaft der Bundesrepublik Deutschland. Wir treten unter einer weltweit wirksamen gemeinsamen Idee mit einheitlichem Erscheinungsbild und in gleicher Struktur auf. Die föderalistische Struktur unseres Verbandes ermöglicht Beweglichkeit und schnelles koordiniertes Handeln. Doch nur die Bündelung unserer Erfahrungen und die gemeinsame Nutzung unserer personellen und materiellen Mittel sichern unsere Leistungsstärke. 

 

Das Verhältnis zu anderen

Zur Erfüllung unserer Aufgaben kooperieren wir mit allen Institutionen und Organisationen aus Staat und Gesellschaft, die uns in Erfüllung der selbstgesteckten Ziele und Aufgaben behilflich oder nützlich sein können und/oder vergleichbare Zielsetzungen haben. Wir bewahren dabei unsere Unabhängigkeit. Wir stellen uns dem Wettbewerb mit anderen, indem wir die Qualität unserer Hilfeleistung, aber auch ihre Wirtschaftlichkeit verbessern.
DRK-Generalsekretariat - D - 12205 Berlin
 

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Geändert am: 29. Dezember 2007